Heimatverein Mulsum 1524 e. V. — Erinnern, bewahren, erleben.
Heimatverein Mulsum 1524 e. V.

Erinnern, bewahren, erleben — und mitmachen.

Wir hüten die Geschichte der Wurster Freiheit und gestalten das Vereinsleben in Mulsum heute. Auf der Wurt, in der Marsch, Wind aus Nordwest.

Mulsum ist mehr als ein Punkt auf der Karte — und der Heimatverein mehr als ein Eintrag im Vereinsregister.

Seit 1524 trägt unser Ort eine Geschichte, die größer ist als sein Name vermuten lässt. Hier auf dem Mulsumer Kirchhof endete am 9. August die Wurster Freiheit — und damit eine der ältesten Bauernrepubliken Norddeutschlands. Diese Geschichte vergessen wir nicht.

Heute pflegen wir das Erbe und füllen den Ort mit Leben: vier Abteilungen, regelmäßige Klönabende, Theatergruppe, Mittelaltermarkt, Adventsfenster. Wer mitmacht, gehört dazu — ohne Aufnahmeprüfung und ohne Vereinsmeierei.

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Podcast „Mulsum 1524“ — Beitragsbild
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Mulsum 1524 — der Podcast.

Die Geschichte hinter der Jahreszahl im Wappen: die Wurster Freiheit, die Schlacht am Mulsumer Kirchhof und ihre Folgen — erzählt zum Zuhören. Zur Geschichte vor, nach und vor allem rund um die Ereignisse.

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Fotorealistische Rekonstruktion der Schlacht am Mulsumer Kirchhof 1524
Das Hauptkapitel
9. August 1524

Schlacht am Mulsumer Kirchhof.

An diesem Tag endete die Wurster Freiheit. Christoph von Braunschweig-Wolfenbüttel führte die Truppen des Erzstifts Bremen gegen die Bauern des Landes Wursten — und gewann. Die Wurster wurden Untertanen. Was bleibt, sind die Quellen, die Erinnerungsorte und ein Datum, das in Mulsum bis heute zählt.

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Demnächst in Mulsum.

Die nächsten drei Termine aus dem Mulsumer Vereinskalender — automatisch ab dem heutigen Tag. Der vollständige Kalender liegt eine Klick-Tür weiter.

Film · Gedenken an 1524

Ein Flug über Mulsum — und ein Gedenken.

Drohnenflug über Mulsum. Wir gedenken der Gefallenen der Schlacht von 1524 und des Endes der Wurster Freiheit — mit Landesbischof Ralf Meister und Landrat Thorsten Krüger, mit Orga-Team, Vereinsvorstand, Mitgliedern, der Dorfgemeinschaft und zahlreichen Gästen. Anschließend folgt der Einmarsch auf den Festplatz.

Worum geht’s historisch?

Das Land Wursten an der Nordseeküste war über Jahrhunderte eine von freien Bauern getragene Landschaft mit eigener Ordnung. Neun Kirchspiele beriefen 16 Ratgeber, verhandelten Recht und Pflicht der Deichpflege und verlasen 1508 am Sieverdyshamm die Wurster Willkür — eine Art Landesrecht der Bauernrepublik.

Nach Auseinandersetzungen mit geistlichen und weltlichen Herren kam es zu einer Kette von Konflikten: 1517 fiel die Fahnenträgerin Tjede Pekes im Gefecht am Wremer Tief; 1524 rückten die Heere des Bremer Erzbischofs Christoph von Lehe/Sievern über die Specken auf Mulsum vor. Auf dem Kirchhof von Mulsum erlitten die Wurster eine vernichtende Niederlage — für viele stand sie symbolisch für das Ende der Autonomie.

1525 wurde das Land Wursten in das Erzstift Bremen eingegliedert; die Ratgeber wurden durch erzbischöfliche Vögte ersetzt, Siegel und Strandrecht entzogen. Dennoch blieb das Bewusstsein für Freiheit, Deichschutz und Gemeinschaft — verdichtet im alten Sinnspruch: „Gott bewohr Damm un Dieken, Siel un Bullwark un derglieken …“

Orte der Erinnerung: Sieverdyshamm/Wehlsbrücke (Thingstätte), Kirchhof Mulsum, Rechtenflether Karlsdenkmal, Wremer Tief, Padingbüttel.   Personen: Tjede Pekes (Fahnenträgerin, †1517), Erzbischof Christoph (1487–1558), Herzog Magnus, Karl der Große (Friesenrechte — erinnerungskultureller Bezug).

Kurzfassung nach vereinsinternem Archiv und Materialien des Heimatvereins. Für vertiefende Lektüre empfehlen wir regionale Geschichtswerke sowie Museums- und Archivseiten (u. a. Museum Burg Bederkesa, Landesbibliothek/Archive SH/NI) und Editionen zur Wurster Willkür und zur Geschichte des Erzstifts Bremen. Dank an alle Mitwirkenden: Orga-Team, Vorstand, Mitglieder, Dorfgemeinschaft und Gäste.

Luftaufnahme von Mulsum mit der St.-Marien-Kirche — Standbild aus dem Video ▶ Auf YouTube ansehen

Mach Mulsum lebendig — mach mit!

Ein Ort lebt von den Menschen, die ihn tragen. Werde Mitglied und gestalte das Vereinsleben mit — oder unterstütze uns einmalig mit einer Spende. Beides hilft.

Wer ist eigentlich „der Verein"?

Sieben Menschen, die das Tagesgeschäft tragen — und viele weitere, die anpacken, wenn etwas zu tragen ist.

Gruppenbild des Vorstands des Heimatvereins Mulsum 1524 – sieben Personen
Von links nach rechts: Christian Prott (2. Vorsitzender), Oliver Martens (1. Vorsitzender), Dirk Johanns (Beisitzer), Peter Behnke (Beisitzer), Björn Sebeck (Kassenwart), Robin Martens (Schriftwart) und Karin Herr-Mennenöh (Beisitzerin).